Entscheiden mit Herz und Verstand!

Freie Entscheidung? Da lachen ja die Hühner!

Manch‘ eine/r hat im Moment eine Menge Entscheidungen zu treffen, sei es in der Politik, sei es in der Bekämpfung der Corona-Pandemie, im Beruf oder im privaten Umfeld. Und nicht jede Entscheidung ist leicht, manchmal haben wir nur die Wahl zwischen „Pest und Cholera“ oder müssen mit unvollständiger Datenlage entscheiden. Außerdem kann nur das April-Wetter machen, was es will – denn wir sind in Gemeinschaften eingebunden und folgen bestimmten Regeln und Leitlinien (manchmal auch „Leid-Linien“) dieser Gemeinschaften, die wir mehr oder weniger in der Umsetzung sinnvoll finden.

In solch‘ schwierigen Situationen ist es gut, wenn wir Vertrauen und Sicherheit in die eigene Entscheidungsfähigkeit haben – vor allem in komplexen Situationen, an denen andere Menschen beteiligt und davon betroffen sind.

Was Forscher dazu herausfanden:

  • Vor allem bei strategischen Entscheidungen spielen Intuition und Erfahrung eine entscheidende Rolle.
  • Intuition wird um so bedeutsamer, je weiter ein „Entscheider“ im System aufsteigt.
  • „Entscheider“ wissen, was zu tun ist, bevor sie die Situation genau analysieren und erklären können. Sie handeln häufig erst intuitiv und denken später darüber nach (= Reflexion).
  • Es kommt auf der Top-Ebene nicht auf perfekte Instrumente, Methoden und Verfahrensweisen an, sondern auf den Mut und die Haltung, bei Entscheidungen intuitiv vorzugehen. Intuition ist dann das geeignete „Mittel“, ein irrationales bzw. chaotisches Umfeld zu bewältigen.

Besser eine falsche Entscheidung als keine Entscheidung! Übrigens: Auch „keine Entscheidung“ ist eine Entscheidung!

Entscheidungs-Coaching für eine schwierige Situation dauert oft nicht länger als die Zeit, die man schlaflos das Problem und sich selbst hin- und herwälzt.

ISS Glathe / HeVe-Training (Entscheiden mit Herz und Verstand)

Intuition als Produkt aus Herz und Verstand lässt sich trainieren. Der Einsatz der eigenen Intuition bei Entscheidungen führt zu mehr Beweglichkeit in ungewöhnlichen bzw. chaotischen Situationen. Wir hören leider oft nicht oder nicht richtig hin, wenn sich z.B. unser „Bauchgefühl“ (Herz) meldet.

Alltags-Tipp zum Ausprobieren: Bei der nächsten Auswahl „was will ich heute essen / kochen?“ entscheide Dich spontan für das erste, was Dich auf der Menüauswahl oder im Kochbuch intuitiv „anmacht“. Es kann ja nicht viel passieren – im schlimmsten Fall haben wir eine neue Lern-Erfahrung gemacht, im besten Fall haben wir eine neue Erfahrung gemacht und es war zusätzlich super lecker.

Wichtige Entscheidungen werden immer (auch) intuitiv gefällt – entscheide Dich jetzt, im April ist die beste Zeit für Neues!

Anfangen, Spaß haben und akzeptieren, dass nicht alles gleich glatt geht!

Ja, wir leben immer noch mitten in einer „Corona-Krise“. Und das ist auch kein Spaß. Homeoffice statt Kundenkontakt, denn intensive Begegnungen (z.B. in meinem Fall erlebnisorientierte Teamentwicklungs-Workshops mit outdoor-Aktivitäten und die Arbeit in und mit größeren Gruppen) sind zurzeit weder möglich noch nachgefragt.

Aber ich hatte dennoch in den letzten Tagen eine Menge Spaß im Homeoffice! (= Selbstmotivation)

Und zwar beim Lernen! Und obwohl nicht gleich alles geklappt hat! Ausgangspunkt war eine kleine Technik-Anschaffung: eine neue Webcam für Videotelefonie, Webinare, Gruppenchats. Angeschlossen, ausprobiert – läuft. Etwas komplexer war dann die Einarbeitung in ein bestimmtes Programm für Videokonferenzen, mit dem ich die Kamera benutzen will. Es war schon etwas trocken, mich durch die ganzen Einstellungen zu arbeiten – aber nur, bis ich die Funktion „virtueller Hintergrund“ entdeckt hatte. Auf einmal konnte ich vom (virtuellen) Strand aus senden (inclusive Meeresrauschen und Palmengewedel), aus dem Orbit im All – und sogar eigene Videohintergründe sind möglich! Und das geht nicht nur bei Livevideos und Chats, auch die reine Videoaufzeichnung damit ist möglich. Ein Angebot, das mich als technikaffinen Menschen begeistert und zum Weitermachen motiviert.

Der Anfang ist improvisiert

Damit die KI (Künstliche Intelligenz) mich gut vom „etwas“ chaotischen Hintergrund im Büro unterscheiden kann, meine Konturen sauber ausschneidet und dann auf den virtuellen Hintergrund projiziert, hatte ich zunächst ein einfarbiges Bettlaken aufgehängt. Inzwischen hängt dort ein „Greenscreen“ – eine grüne Plane aus dem Baumarkt. Es muss ja nicht immer gleich Hightech sein, zu Beginn reicht eine gute Improvisation. Und wenn ich dann ausgetestet und entschieden habe, in welchem Umfang und mit welchen Anwendungen ich damit weitermache, kann ich immer noch in eine professionellere Ausstattung investieren.

Pannen passieren: Wenn z.B. mitten in der Aufzeichnung jemand hinter mir lang läuft, tauchen ein paar geisterhafte, zusätzliche Beine in der Szene auf. Auch lebhafte eigene Handbewegungen können schnell zu faszinierenden Einblicken ins Homeoffice führen. Das gehört zum Lernen dazu und ist Ansporn zum Besseren.

Aber bitte mit Space-Station!

Beim ISS (Institut für Systementwicklung und Systemsteuerung) soll natürlich die ISS (International Space Station) mit im Bild sein. Die Analogie liegt ja auf der Hand: Wir vom ISS verstehen uns als Raumstation für die weitere Reise – ein Raum für gemeinsame Arbeit, Station und Ausrüstung für den besten Weg zum Ziel, welches auch immer es individuell sein mag.

Ein passender Bildhintergrund war schnell gefunden, nicht ganz so schnell noch mit animierter ISS und Vollmond versehen, aber mit viel Spaß und Ausprobieren ist so spielerisch ein weiterer Kurzfilm für das ISS entstanden. Die Produktionszeit haben wir durch die „Spielerei“ mindestens halbiert, den Spaß verdoppelt.

ISS-Neuigkeiten und Knowhow gibt es zukünftig häufiger als kurzes Video. Wir laden Euch (virtuell) auf unsere ISS ein zur gesunden Entwicklung

auch und gerade in Corona-Zeiten.

Hier geht es zum ISS-Kanal „ISS Glathe“ auf youtube!

Meine wichtigsten Erkenntnisse dabei: Mit Spaß geht alles leichter! Und unser Grundsatz „anfangen und akzeptieren, dass nicht alles (gleich) klappt!“ hat sich wiederum bewährt.

Nun wünschen wir Euch viel Spaß dabei, selbst mal wieder etwas Neues auszuprobieren und dabei Neues zu lernen!

Bist Du bereit?

Jetzt über die Feiertage gibt es – wenn wir wollen – auch stille Momente, die wir für uns nutzen können.
Die so gewonnenen Erkenntnisse können für unseren Weg ins Neue Jahr nützlich sein.

Wir wünschen eine lichterfüllte Weihnachts- und Winterzeit!
Susan & Bernd Glathe

Hängen Sie in den Seilen?

ISS Anregung fuer Mai 2016

In dieser Woche freuen sich viele von uns auf ein langes Wochenende. Freie Zeit ist auch eine gute Gelegenheit, den eigenen Rhythmus zwischen Arbeit und Freizeit, Anstrengung und Ruhe zu überprüfen. Falls Sie dabei feststellen, dass Sie (wiederholt) „in den Seilen“ hängen und dass Sie Ihr Selbstmanagement verbessern möchten, dann holen Sie sich doch einfach unsere Unterstützung dabei.

In jedem Fall wünschen wir ein schönes Mai-Wochenende – und statt wechselhaftem Wetter lieben den gesunden Wechsel von Anstrengung und Ruhe!

ISS-Kunden-Beitrag von Werner Buschke zu „Leips-spieL“

(Leips-spieL ist die Persönlichkeitsausbildung des ISS in 4 Entwicklungsphasen)

Wie habe ich LEIPS umgesetzt und welchen Nutzen hatte ich? Ich habe die 4 einzelnen Phasen von LEIPS für mich mit folgenden Verhaltenszielen konkretisiert:

  • Angst bewältigen = freier, offener werden, ich muss einfach „nur die Klinke drücken und die Tür öffnet sich“.
  • Klarheit gewinnen = Beziehungen klären, Gedanken sortieren, fokussieren und formulieren, Aufräumen als persönliche „Klärungs-Therapie“.
  • Macht sinnvoll nutzen = Die Möwe Jonathan nutzt die Macht des Sturms für ihren Flug auch, indem sie ihm nachgibt und für sich nutzt.
  • Wandel gezielt fördern: In 33 Berufsjahren bin ich mit 4 Kindern 7 mal umgezogen und wir haben uns immer wieder eingelebt. Motto: „Anfangen und akzeptieren, dass nicht alles gleich glatt geht!“

Das LEIPS-Training habe ich bereits Mitte der 70-er Jahre erfahren. Was war damals mein Motiv?

1969 habe ich bei ESSO angefangen. Vorgeschaltet war ein Test: Management-Effectiveness und -Potential. Beide Komplexe wurden mit „ungewöhnlich hoch“ bewertet und waren Basis für meine Einstellung. Ich erkläre das mit meinem 2. Bildungsweg: mittlere Reife, 2-jährige Höhere Handelsschule, Lehre, 2 Jahre Angestellter, BWL-Studium FH Köln, ASTA-Mitglied sowie zusätzlich Rhetorik-Kurs, CDU-Mitglied, Politisches Seminar Konrad-Adenauer-Stiftung – also umfangreiche und vielseitige Erfahrungen und Qualifizierungen.

Erste Leistungsbeurteilung 1974: nur „voll befriedigend“. Als 68-er mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn habe ich gegen diese (schwache) Beurteilung (erfolglos) Einspruch eingelegt und mich daraufhin nach Karlsruhe versetzen lassen. Zeitgleich bin ich aus der CDU ausgetreten. Gründe: Sympathie mit Brandt’s Ostpolitik im Sinne von mehr „Demokratie wagen“ und das nicht mehr ehrliche „C“. Ich habe mich ab da stärker außerberuflich orientiert: Dale Carnegie, Hirt, EKS, Struktogramm, Transaktionsanalyse etc. Ich war BDVT-Mitglied und im Vorstand GfA (Gesellschaft für Arbeitsmethodik). Ich habe bei der GfA an einem Methodenhandbuch (Werkzeugkasten) mitgewirkt, für das eigene Selbst-Management im beruflichen und privaten Umfeld.

Leips_MachtAber all dieses Wissen und diese Erfahrungen waren für mich immer nur eine kurzfristige Motivationsdroge im täglichen Leben. Dann erfuhr ich „LEIPS-SPIEL“. Und mit der „Software“ LEIPS habe ich „spielerisch“ die anspruchsvollste Aufgabe meiner beruflichen Laufbahn gelöst:

1989 lief die EXXON Valdez auf Grund. Sie löste damit die größte Umweltkatastrophe der Seefahrt aus. Weltweit wurde „Safety“ von EXXON als oberstes Unternehmensziel festgesetzt. Ich wurde als Stabsreferent damit beauftragt, im Tankstellengeschäft eine neue Sicherheitskultur einzuführen. Mitarbeiter und Fremdfirmen mussten für Verhaltensänderung gewonnen und trainiert werden. Das ist mir unter Mithilfe von DuPont (lange Tradition im Sicherheitsmanagement) und dem LEIPS-Konzept als Strategie zur Verhaltensänderung erfolgreich gelungen. Die Aufgabe hat mich voll erfüllt und viel Spaß gemacht.

Mit LEIPS habe ich beruflich Orientierung gegeben und Veränderung gestaltet – für mich selbst und andere. Das gilt heute auch nach Ende meiner aktiven Berufszeit weiterhin – in meinem privaten Umfeld und als Bürger dieses Landes.

Werner Buschke, November 2015