dera®-Moderations-Blog: Birgit

Premiere mit dem „World Café“

So viel wie ich moderiere brauche ich auch als Moderatorin immer wieder was Neues, es muss spannend bleiben. Auch die Teilnehmer, die durchaus öfter in meinen Teamworkshops oder Moderationen oder Seminaren sind, brauchen Abwechslung. Als ich beim letzten dera Alumni Treffen von der Großgruppenmethode „World Café“ hörte, war ich „Feuer und Flamme“.

Was lag also näher, als das auszuprobieren? Und mutig wie ich bin gleich in einer Großveranstaltung (mit fast 50 Teilnehmern). Gesagt – getan. Ein Referent, den ich für einen Vortrag eingekauft hatte, machte mit, und so teilten wir sein Thema in vier Statements auf – genau wie die Regeln des World Café es empfehlen. Wir etablierten vier „Café-Tische“ und ließen die nach den Spielregeln des World Cafés durchlaufen:

Jeder Tisch hat einen Gastgeber, der am Tisch bleibt, die Gäste wechseln nach einer festgelegten Zeit zum nächsten Tisch, werden vom Gastgeber kurz eingeführt und weiter geht’s mit dem jeweiligen Thema.

Ende ist dann, wenn alle an allen vier Tischen Gast waren. Danach präsentierten die vier Gastgeber kurz und knackig die Ergebnisse, die auf den „Tischdecken“ (in unserem Fall Metaplanpapiere) festgehalten wurden.

Es war herrlich. Ich war Beobachterin, hatte vier grandiose Gastgeber und das Ganze war so lebhaft, so motivierend, so mitmachend, ich hatte meine helle Freude.

Den Teilnehmern hat es sichtlich Spaß gemacht und die Ergebnisse auf den „Tischdecken“ waren so gut und so inhaltlich auf den Punkt gebracht, dass der Vortragende seinen Vortrag tatsächlich auf diesen Inhalten aufbauen und weiterführen konnte.

Premiere gelungen! Ich würde dieses Medium immer wieder anbieten und kann es empfehlen. In diesem Fall war der Teilnehmerkreis sich bekannt, beim nächsten Mal probiere ich es in einer kleineren Gruppe mit sich gerade kennenlernenden Teilnehmern aus. Ich berichte ….

Birgit Müller, April 2016

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dera®-Moderations-Blog: Daniela

dera®-Alumni-Treffen in Bremen Februar 2016

„Oh, schon Februar. Ganz schön schnell vergangen die Zeit“, dachte ich mir, als das letzte dera-Alumni-Treffen anstand. Bremen ist ja auch nicht eben um die Ecke, jedenfalls für mich nicht. Aber ich freute mich trotzdem, war es doch neben alten Bekannten für mich eine schöne Möglichkeit, mal einen Tag außerhalb der Familie zu verbringen. Also gab ich meine Kids auf dem Weg im südlichen Hamburger Randgebiet bei meiner Schwester ab (mein Mann arbeitet oft am Wochenende). Ja, und dann hatte ich während der zwei Stunden Fahrzeit viel Muße, um mich innerlich auf den Tag einzulassen. Die Vorfreude stieg. Pünktlich war ich auch. Kinder machten keine Probleme. Was für ein Start 🙂

Wir trafen uns alle bei Gerd und Birgit in ihren Büroräumen. Kompliment, wirklich sehr schön gelegen, direkt an der Schlachte mit Blick aufs ‚fließende’ Weserwasser. Da kann man loslassen und auch die Gedanken fließen lassen. Kaffee war da, ein gelungener Start. Schon mal eine klasse Vorbereitung. Ich bin aber auch leicht zu ködern 🙂  Danke an Gerd und Birgit.

Conny hatte die inhaltliche Gestaltung und Moderation übernommen. Darauf freute ich mich auch, denn ich hatte sie noch nicht in der Moderationsrolle erlebt. Kurze Abfrage, wie wir uns fühlten. Alles ok. Sehr gut. Aber ich hätte auch gern noch mehr zu meinen Erwartungen und Befindlichkeiten erzählt.

Erst einmal ging es um den Erfahrungsaustausch. Birgit erzählte von ihren Moderationen in verschiedenen Pfarreien des Bistums Münster. Hier ging (und geht es weiterhin) um die Optimierung der Pfarrsekretariate. Wahnsinn, das was Birgit erzählt, klingt einfach toll. Eine „harte Moderationsschule“, mit vielen verschiedenen und teilweise unwilligen Teilnehmern. Aber danach ist man erstmal fit 🙂

Als inhaltlichen Schwerpunkt hatte sich Conny für das Thema „Moderation von Großgruppen“ entschieden. Dazu bereiteten wir als Kleingruppen verschiedene Arten der Großgruppenmoderation vor: Open Space, RTSC (Real Time Strategic Change), World Café.

Guter Input, aber für mich etwas zu theoretisch. Mir persönlich geht es bei unseren Alumni-Treffen mehr um Erfahrungsaustausch, die persönliche Ansprache und konkrete Vor- oder Nachbereitung einer Moderation eines Mitgliedes. Aber ich glaube insgesamt kam dieser Punkt überwiegend gut an. Der Rest verlief wie geplant, wir hatten einen leckeren Imbiss und viel Zeit zum Netzwerken. Leider konnte ich nicht am Restaurantbesuch abends teilnehmen. Schade. Vielleicht nächstes Mal. Auch meine Rückfahrt war sehr kurzweilig. Ich hatte auf der Autofahrt viel Zeit, mir meinen nächsten Blog-Beitrag zu überlegen. Sehr genial. Kids abholen, im Auto eingeschlafen. In Lübeck angekommen, hatte mein Beitrag im Kopf Gestalt angenommen.

Ich habe nun die Möglichkeit, inhaltlich und moderationsmäßig das nächste dera-Alumni-Treffen im September vorzubereiten. Markus Henke übernimmt die Organisation und ist Gastgeber. Ich freue mich schon auf dieses Treffen! Und ich denke, ich werde am Anfang mehr Zeit zum Ankommen und Raum für Persönliches lassen. Auch wenn es banal klingt, ich glaube, man fühlt sich dann mehr wertgeschätzt – und dera sagt dies ja auch!

Mal sehen wie mein Ansatz ankommt. Wie ich neulich gelernt habe, heißt FAIL ja auch nicht mehr versagen sondern „First Attempt in Learning“. Also, think positive…

Daniela Stricker, April 2016