dera®-Moderations-Blog: Birgit

Wie krieg‘ ich das bloß gebacken?

Teamworkshops zu moderieren gehört quasi zu meinem Alltag. Und ich bin ganz ehrlich – ich bin ziemlich erfolgsverwöhnt. Doch letzte Woche hat es mich „kalt“ erwischt. Das Team bestand aus 6 Mitarbeitern im Office Management.

Und …. es lief nicht „wie geschnitten Brot“, so wie ich es kenne. Ganz im Gegenteil – es lief schleppend, langsam, es kam Gegenwehr so nach dem Motto „das ist zu viel, wir wollen das alles nicht“.

Was war passiert? Die Abstimmung mit dem Auftraggeber hat stattgefunden (K1 und K2), so wie ich es in dera gelernt hatte. Er hat mir auch versichert, er habe sein Team informiert. Auch die Inhalte waren mit ihm abgestimmt und …. „die müssen wir auch schaffen“ (Zitat); auch die Quantität war besprochen. Im Teamworkshop merkte ich ziemlich schnell, dass das alles eben in Absprache mit dem Team so nicht stattgefunden hat. Das Team war noch nicht so weit wie der Auftraggeber (K3, die Trägerschaft, fehlte). Es brauchte mehr Zeit (= Modifikation K2 / Rahmen und Vorgehen).

„Was tu ich nur“ ging mir -zigfach durch meinen Kopf. Gott sei Dank nicht sichtbare Schweißströme flossen nebenher. Ich tat das, was mein Bauch mir sagte (und aus Erfahrung ist das genau „dera-like“):

Ich ließ los, ich ließ nach, ich verlangsamte auch mein Tempo und das Team machte jetzt mit (= Trägerschaft K3). Und dadurch förderte ich sie derart, dass ich sehr stolz darauf war.

Den Auftraggeber (seineszeichen auch Chef der Truppe) holte ich am Nachmittag in den Workshop (natürlich nach Abstimmung mit ihm). Wir informierten ihn im Schnelldurchlauf über das, was wir gemacht hatten und …. wir verschriftlichten das, was wir eben nicht gemacht hatten, aber in einem exakt terminierten Maßnahmenplan (K4) festgehalten haben und was nach dem Workshop durch das Team bearbeitet wird.

Am Ende waren alle zufrieden. Ich habe Nerven gelassen in der Phase der Unklarheit, auch vielleicht 2-3 neue graue Haare bekommen, aber auch Zuversicht: Wenn wir K1 und / oder K2 modifizieren können, gibt es einen Weg. Wichtig ist, kurz inne zu halten und zu überlegen: „Was kann ich nach dera jetzt tun?“

In diesem Sinne – weiterhin viel Spaß beim Moderieren.

Birgit Müller, Februar 2016

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