dera®-Moderations-Blog: Daniela

Der Umgang mit verschiedenen Typen will gelernt sein!
(Und ist oft eine grenznahe Herausforderung…)

Ich hatte schon geahnt, dass man im Familienalltag allerlei fürs Leben lernt. Dieser Eindruck verstärkte sich jüngst jedoch noch bei mir. Und so kommt mein aktueller Blogbeitrag zum Thema Moderation wieder aus dem Alltag mit 2 Jungs und einem Mann.

Ich frage meinen Sohn beim Abholen aus dem Kindergarten oft, was er denn heute so gemacht habe. „Nichts Mama“. Aha. Weiter frage ich ihn, was es denn z.B. zum Mittagessen gab. „Weiß nicht“. Und auf die Frage, ob er denn mit jemanden gespielt habe, sagt er dann oft „nö“. Spätestens nach der dritten Frage habe ich es auch kapiert; er will einfach jetzt nicht reden. Lasse ich ihm jedoch etwas Zeit in meiner „Kleingruppe“ auf dem Nachhauseweg und sprechen wir erstmal über etwas anderes, sprudelt es danach manchmal nur so aus ihm heraus. Gut, mein Sohn ist kein Teilnehmer an einer meiner Moderationen, aber der Umgang mit verschiedenen Typen gilt auch hier.

Denn manchmal muss man bestimmten Teilnehmern in Gruppenprozessen auch genug Raum lassen, um sich öffnen zu können.

Eventuell mal eine Pause machen, über etwas anderes mit anderen reden. Vielleicht mit einem anderen Teilnehmer fragend weitermachen. Auf einmal könnte es dann doch sprudeln…
 Ganz anders mein zweiter Sohn. Er kann zwar noch nicht reden, aber viel besser nonverbal kommunizieren. Er teilt sich jetzt schon viel mehr mit als sein großer Bruder. Hier springen mir sozusagen seine Gefühle und Gemütszustände förmlich entgegen. Hier brauche ich nicht so viel Geduld und muss auch nicht fragen.

Unterschiedliche Charaktere verlangen von mir als Moderatorin natürlich auch unterschiedliches Umgehen bzw. verschiedene Interventionen. Gut, dass ich das jetzt auch bewusst in der Familie trainieren kann,

denn Geduld und der Umgang mit unterschiedlichen Typen ist in der Moderation wichtig. Mal sehen, wie es sich entwickelt, wenn ich dann den Kleinen irgendwann vom Kindergarten abholen werde.

Mein Mann ist dann noch ein ganz anderer Typ, das ganze Gegenteil. Hier brauche ich auch wieder viiiiel Geduld und deutliche Rollenbetonung damit ich auch zu Wort kommen kann. Denn entgegen allen Erwartungen und ganz geschlechteruntypisch redet er einfach ständig ohne Punkt und Komma. Das ist für jeden Moderator eine Herausforderung!

 Daniela Stricker, Januar 2016

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