dera®-Moderations-Blog: Knut

Klarer Auftrag zur echten Kleingruppenarbeit mit dera®-Knowhow?

„Ich habe da so ein ungutes Gefühl“, sagt meine Ehefrau. „Ich glaube, unser Sohn sitzt zu viel an seinem Computer und vernachlässigt dabei die Schule und andere wichtigere Dinge. Da muss sich etwas ändern. Bitte, lieber Ehemann, besprich das mit unserem Sohn – und wenn möglich triff mit ihm eine nachvollziehbare Vereinbarung, was und wie sich das ändern soll.“

Das klingt nach „dera“ als ein klarer Auftrag an mich und unsere Kleingruppe „Familie“ und alle sind betroffen!

Es gibt ein Problem und es sollen Ideen entwickelt werden, wie die Angelegenheit zu aller Zufriedenheit gelöst werden kann.

Die Besonderheit ist hier, die Auftraggeberin ist meine Frau und die Mutter von Joshua. Als Moderator bin ich als Ehemann und Vater auch selbst betroffen. Kann ich diese herausfordernde Aufgabe mit den Erfahrungen und Techniken der Moderation unterstützen, um sie zu lösen? Die Frage hat mich tatsächlich so motiviert, dass ich in meinen dera-Unterlagen nachgeschaut habe, um es auszuprobieren.

Spontan mag da jemand denken, wo ist das Problem? Wozu Moderation? Da spricht man drüber, macht als Vater eine klare Ansage und damit hat sich das. Wirklich, klappt das? Joshua ist 13 Jahre. Grundsätzlich gibt es bei uns folgende Haltung: Uns ist es wichtig, dass unsere Kinder jederzeit wissen, wir nehmen sie und ihre Interessen auf Augenhöhe ernst und sie sind, wie sie sind, geliebt. Man kann über alles sprechen. Es gibt immer einen Weg, der für alle akzeptabel ist, wenn wir ihn gemeinsam suchen und entwickeln. Einsame Entscheidungen „aus dem Bauch“ heraus, egal von wem, müssen nicht immer die besten sein!

Auf dieser Basis probiere ich es mit dera aus!

Bei nicht allzu enger Auslegung gibt es 4 Kontrakte:

K1 – die Zielsetzung klären: Nicht so viel Zeit am Computer verbringen. Mehr Zeit für andere wichtigere Dinge.
K2 – Zeit- und Ablaufplan: Wann und wo ist eine geeignete Zeit für das Problemlösungsgespräch? Vielleicht bei einem schönen Mittagessen auf der Terrasse?
K3 – Erwartungen und Befürchtungen klären: „Joshua, ich habe einen Auftrag, mit Dir …“ „Papa, warum willst Du mit mir allein sprechen?“
K4 – eine Vereinbarung treffen (was / wie / wer / wann), die für alle tragbar und verbindlich sein soll. Mit Erfolgskontrolle (was / wie und wer): Was tun wir, damit wir das Vereinbarte nicht vergessen? (Mit Dokumentation, das können wir aufschreiben!)

Ja, das klingt gut. Ich werde versuchen, es so anzugehen. Skepsis hin, Skepsis her – ich glaube, so kann’s gehen.

P.S. (Zeitsprung)

Inzwischen hat das Gespräch stattgefunden. Wer wissen möchte, wie es weiter ging und mit welchem Ergebnis, der melde sich gerne via Kommentar bei mir. Ich freue mich auf den dera-Erfahrungs-Austausch!

Herzlichen Gruß aus Hamburg!

Knut Battenfeld, Dezember 2015

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