„Mir nach – Reihe bilden!“ Von der Notwendigkeit, (auch) imperativ zu führen

Ich weiß zwar nicht mehr genau, in welcher der unzähligen Folgen* von „Star Trek“ bzw. „Raumschiff Enterprise“ Captain James T. Kirk seine Mannschaft mit diesem Befehl anführt, aber zwischen meiner besten Freundin und mir ist dies ein geflügeltes Wort geworden, wenn wir uns einig sind: Jetzt muss mal Klartext gesprochen und deutlich geführt werden!

Leider scheint dieser „imperative“ Führungsstil aus dem Bewusstsein und dem Stilrepertoire vieler Führungskräfte zu verschwinden. Nicht, dass ich klare Anweisungen für ein Allheilmittel halte, aber manchmal wünsche ich (als Coach und Berater) mir genau diesen Stil vom Klienten. Und viele Mitarbeiter auch, die durch das „Müssten, Könnten, Sollten, Würden…“ ihres Chefs zwar viel Freiraum haben, aber in den „Weiten des Führungs-Alls“ auch Orientierung suchen und „klare Kante“ vermissen – gerade in unsicheren Situationen und auch, um die eigene Stärke zu fördern.

In den letzten Wochen ist mir das auch wieder bei unserer Bundesregierung aufgefallen. War Merkels „Wir schaffen das!“ noch visionsbildend und motivierend, so fehlte im Nachgang doch die klare Orientierung, das „WIE“. Ohne einen klaren Plan – auch wenn er später vielleicht revidiert werden muss – bleibt zu viel Raum für Verunsicherung, für Beliebigkeit – ein idealer Nährboden für Widerstand, Streit und Angst vor dem eigenen Engagement.

Keine Leiterrolle ohne Risiko:

„Risiko gehört zum Spiel, wenn man auf dem Stuhl dort sitzen möchte“.

(Captain James T. Kirk mit Blick auf seinen Kommandantenstuhl auf der Brücke der Enterprise)

Jeder von uns „kann“ vom Grundsatz her jeden Führungsstil, aber nicht jeder Führungsstil liegt uns gleichermaßen und nicht in jedem Stil haben wir Übung. Aber ob wir nun den kooperativen, diplomativen, kommunikativen, administrativen oder sogar den imperativen Stil bevorzugen – immer gibt es eine beste Wahl für die jeweilige Situation, die anstehende Aufgabe und den jeweiligen Adressaten, sprich Mitarbeiter oder Kollegen. Und wenn das nun gerade der imperative Stil ist, dieser uns aber „nicht liegt“, dann können wir ihn aber üben und zeigen, dass wir dazu entschlossen sind. Wie beim Sport, Muskeln bauen wir auch nur auf, wenn wir sie beanspruchen. 

Was Captain Kirk jetzt sagen würde?

„Ende der Ansprache – an die Arbeit!“

* = P.S. Bettina sei Dank: 5. Folge der 2. Staffel Raumschiff Enterprise (Classic-Serie), „Die Stunde der Erkenntnis“. Nomen est omen!

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