Als Gruppe zoomen? Nicht ganz einfach!

Manchmal bin ich eine Eule. Nein, kein Nachtmensch, auch kein Exemplar von Bubo Bubo (lateinisch für Uhu – hat etwa jemand gerade an Schlafen gedacht?), sondern ich bin Mitglied im KKE, dem „Kommunikations-Kreis Eule“ (www.kke-online.de). Und da ich beruflich u.a. als Moderatorin arbeite, habe ich kürzlich die Aufgabe übernommen, die KKE-Gruppe zu moderieren – diesmal virtuell per Zoom.

Klingt erstmal so, als ob das nichts Besonderes wäre. Schließlich sind viele von uns seit Monaten im Homeoffice, im Lock- oder Shutdown, machen Homeschooling und treiben – oft unfreiwillig – ihre Digitalisierung voran.

„Lass‘ uns doch einfach mal per Zoom treffen…!“

Ja, gute Idee, das ersetzt zwar nicht das analoge Miteinander, aber es überbrückt die Corona-Situation und grundsätzlich kann man vieles damit machen. Nur das „einfach mal…“ – das klappt nicht, jedenfalls nicht, wenn wir auch virtuell einen gewissen Anspruch an moderierte Treffen aufrecht erhalten wollen! Vielleicht sind daher schon viele Menschen online-Besprechungs-müde, weil die Qualität einfach nicht stimmt? Als dera-ausgebildete Moderatorin habe ich klare und sichere Standards!

Analog wie digital gilt:

Der Erfolg einer moderierten Veranstaltung hängt zu 80% von einer guten Vorbereitung ab!

Und die fällt natürlich nicht einfach weg, weil wir das Medium wechseln, jeder Teilnehmer zu Hause gemütlich auf Sessel oder Couch sitzen kann oder weil wir uns schon so lange kennen!

Alle 4 Eckpunkte einer Moderation müssen gut vorbereitet werden. Während der Moderation sind sie zudem für die Steuerung des Gruppenprozesses hilfreich und hinterher geben sie uns eine hilfreiche Struktur für die Auswertung:

„dera“ ist die Mitte von „Mo-dera-tion“ und der Name der Moderationsausbildung von ISS Glathe. http://www.mo-dera-tion.de

Mit guter Vorbereitung können auch virtuelle Meetings ansprechend, kommunikativ und letztlich erfolgreich moderiert werden. Dazu einige ausgewählte Tipps zur Vorbereitung, hier speziell für die Eckpunkte „Teilnehmer“ sowie „Methoden / Techniken / Hilfsmittel“:

Tipps zum Eckpunkt „Teilnehmer“:

  • Kläre die Vorerfahrungen der Teilnehmenden hinsichtlich des ausgewählten Konferenz-Tools und der technischen Ausstattung.
  • Biete vor dem eigentlichen Treffen einen reinen Technik-Termin an, an dem jede/r Video- und Audio-Verbindungen checken und auch die wesentlichen Funktionen des Konferenz-Tools (z.B. Zoom) gemeinsam mit Dir als Moderator/in ausprobieren kann (z.B. Whiteboards, Kleingruppenräume, Chat, Teilen von Dateien, etc.). Das senkt die Hemmschwelle für Unerfahrene in der Gruppe und spart später Zeit (und Nerven) in der eigentlichen Moderation.
  • Begrenze die Gruppengröße! Wenn Du als Moderator/in „allein auf weiter Flur“ bist und auch Chat, geteilte Dateien und Technik(probleme) allein bewältigst, wird es ab 12 Personen unübersichtlich und in der Qualität kritisch.
  • Co-Moderation bzw. Assistenz zur technischen Unterstützung durch eine weitere Person schafft Entlastung.

Tipps zum Eckpunkt Methoden, Techniken, Hilfsmittel
(speziell bezogen auf online-Konferenz-Tools):

  • Übe selbst mit dem ausgewählten Konferenz-Tool, lies Tipps und Anleitungen, probiere in einem „Trockenlauf“ die Dinge aus, die Du auch in der moderierten Veranstaltung einsetzen willst, am besten zusammen mit Co-Moderator/in und Assistenz.
  • Plane häufigere Pausen und den Wechsel zwischen Plenum und Kleingruppen ein.
  • Schaffe Raum für bilaterale Gespräche (Räume für Kleingruppen bei freier Zuordnung für die Teilnehmenden) vor Beginn des Treffens und für die Pausenzeiten. Richte einen Raum für (Kaffee-)Pausen ein.
  • Sorge für Abwechslung und besondere Erlebnisse!
    Auch das Zuschalten von Gästen oder gemeinsames Ansehen von Videos lockern auf. (Im KKE hatten wir kürzlich sogar Livemusik!)
  • Mach‘ keine langweilige Powerpointpräsentation, auch wenn das einfache Teilen von Dateien am Bildschirm dazu verleitet. Ein Begrüßungs-Chart kann motivierend wirken. Ansprechende Bilder / Illustrationen passend zum Thema prägen sich ein und verankern das Erlebte auf emotionaler Ebene.

(Beispiel-Illustration: KKE-Eule trotzt Corona)

  • Tools und Hilfsmittel sind genau das: Hilfen, Werkzeug. Sie sollten unterstützen, aber nicht im Vordergrund stehen. Weniger ist oft mehr, also kein „Feuerwerk“ der virtuellen Möglichkeiten. Der Gruppenprozess und die Ergebnisse haben Vorrang!
  • Wenn Du etwas zum ersten Mal (mit der Gruppe) ausprobierst, sprich es ruhig an, dass dies jetzt ein Versuch ist (und auch etwas schiefgehen kann).

Bleibe locker – anfangen und akzeptieren, dass nicht alles (gleich) klappt!

Du willst mehr? Eine fundierte (analoge) Ausbildung in Moderation und viele weitere Tipps und Übungsmöglichkeiten oder ein Moderations-Coaching gibt es bei ISS Glathe in unserer dera-Ausbildung (http://www.mo-dera-tion.de).

Ob virtuell oder analog – alles Gute, und vielleicht bis bald?

Der erste Eindruck täuscht!

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck – das ist wohl wahr! Genauso wahr aber: Dieser erste Eindruck kann gewaltig täuschen

und mich vielleicht sogar abschrecken – eventuell auch von einer Chance für mich!

Was siehst Du auf dem Bild, welche Assoziationen weckt es? Die Erde aus dem All? Eine eisige Landschaft mit Schneeflocken und Eiskristallen? Die Wahrsage-Kugel, die wir uns gerade am Jahresanfang sehnlichst wünschen? Oder doch nur die eigene Filterblase, mit der wir uns – meistens unbewusst und ungewollt – durch die (sozialen) Medien „querlesen“?

Bilder sind mächtig, ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Überschriften sind es auch – „am Anfang war das Wort“! Mir fällt immer wieder auf, wie sehr ich irregeführt werden kann, wenn ich auf die „Dinge“ nur einen flüchtigen ersten Blick werfe – auf die Überschriften von News, auf Bilder, auf Menschen. Reine, „neutrale“ Berichterstattung ohne eigene Bewertung gibt es wohl nicht, auch wenn sich zum Glück noch viele seriöse Journalisten ernsthaft darum bemühen – manche aber eben leider auch nicht!

Umso wichtiger finde ich, nicht beim ersten Blick aufzuhören, sondern die Kraft aufzuwenden, um Nachrichten und Bilder von verschiedenen Standpunkten aus zu betrachten und verschiedene Quellen zu nutzen, um mir meine Meinung zu bilden oder für meine Entwicklung zu nutzen. Leider ist der allgemeine Trend ein anderer: Wir werden bombardiert von kurzlebigen Posts, die uns auf dem Kanal halten sollen, die Meinung und Stimmung machen. Auch manche Kommentare zeigen, dass der Absender nicht zu Ende gelesen hat bzw. nur Fragmente der Sache kennt.

Ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, mit ein paar schnellen Klicks Fotos zu verändern und zu manipulieren! Keine Idealmaße, keine schöne Haut, die Zähne strahlen nicht weiß? Die Kamera-App hat mehr als eine Filterlösung! Da läuft mir jemand im Hintergrund ins Foto? Kann ich doch später rausretuschieren! Alles geht so, wie ich es will – zum Guten wie zum Schlechten.

Zum Guten: Ich hatte gerade kein „Winterfoto“ greifbar. Na – dann baue ich doch ein Sommerfoto um und setze es alternativ dafür ein! Hier ist mein Beispiel:

Danke, dass Du diesen Beitrag bis zum Ende gelesen hast. Das freut mich, auch die Resonanz dazu!

P.S.: Meine Artikelempfehlung (Link) zur „visuellen Desinformation“ auf heise.de.

Was hat der Nikolaus im Corona-Jahr im Sack?

Es geht auf das Jahresende zu und wir ziehen jetzt traditionell Bilanz im ISS und privat. Bilanz im „Corona-Jahr 2020“? Kann das nicht nur furchtbar und deprimierend ausgehen? Heute will ich in diesem Beitrag die positiven Seiten und Chancen der „Corona-Zeit“ beleuchten, die ich privat erlebt habe.

1. Das kriegen wir gebacken!

Schon im Frühjahr, beim ersten Lockdown, bin ich möglichst wenig zum Einkaufen gegangen.

Frisches Brot

Trotz eines guten Pandemie-Vorrats an Lebensmitteln ist aber frisches Brot und warmer Kuchen viel leckerer als Dosenbrot oder trockene Kekse.

Viele von uns haben mehr Zeit in der Küche verbracht und Leckeres ausprobiert. Bei mir war es das Backen – „kann ich nicht“, dachte ich bis dahin. Aber unter Druck und mit Zeit laufen Menschen oft zur Höchstform auf, und so hat sich auch bei mir herausgestellt, dass vor allem meine Einstellung (kann ich nicht) in Kombination mit einem jahrzehntelangen Übungsrückstand und keine Zeit (Priorität) dafür zu schlechten Ergebnissen in der Vergangenheit geführt hatten. Jetzt auf einmal hat es geklappt: Mit neuer Einstellung („vielleicht kann ich es noch nicht so gut, aber das kann und will ich lernen!“) und beherztem Probieren (das ist durchaus doppelsinnig gemeint!) sind leckere Ergebnisse auf den Tisch gekommen. Erfolgserlebnis in schwieriger Zeit und eine Bereicherung für alle Beteiligten!

2. Haarsträubender Wildwuchs!

Und dann ein haarsträubendes Thema! Friseursalons waren wochenlang geschlossen, aber der „Wildwuchs“ meiner besseren Hälfte musste unbedingt gezähmt werden.

Haarschere gekauft, youtube-Anleitungen gekuckt, ausprobiert – super geworden! Ich habe sogar ein „Trink-Geld“ für das gute Ergebnis bekommen! Nachdem einmal das „kann-ich-nicht“-Hindernis überwunden war, ging es mit der zweiten Hürde einfacher.
Wieder ein Erfolgserlebnis und Lob vom „Kunden“!

3. Die „Kunst der Fuge“

Und so ging es handwerklich weiter: Im Sommer stand das Verfugen von Fliesen an und auch das Bohren in eine neu geflieste Wand.

Die Handwerker kamen Corona-bedingt nicht mehr – was nun? Mit gewachsenem Optimismus aus vorherigen handwerklichen Prozessen (siehe oben!) hat auch diese Premiere zu guten Ergebnissen geführt. Natürlich habe ich mehr Zeit gebraucht, als wenn ein Fliesen-Profi die Arbeiten gemacht hätte, aber Handwerker waren auf Wochen hinaus nicht zu kriegen. Erfolgserlebnis!!!

4. Kreatives Upcycling mit nachhaltigen Ergebnissen

Mit Corona und Lockdown haben auch wir einen Teil der Zeit zum Aufräumen und Ausmisten genutzt. Dabei sind viele „Schätze“ zutage getreten, die zwar inzwischen überflüssig, aber eigentlich auch zu schade für die Tonne waren. Also wurde auch der Garten verschönert, mit einem zweiten Leben für manche ausgedienten Gegenstände und Wertstoffe.

Das ist nachhaltig, spart Geld, erweitert die kreativen Fähigkeiten, bereichert Wohnung und Garten und bringt weitere Erfolgserlebnisse.

5. Das „liebe“ Geld

Auch die Weiterbildung im Thema „Finanzen“ ist in diesem Jahr nicht zu kurz gekommen. Weil durch den Lockdown Einnahmen fehlen, dafür aber Zeit zur Verfügung steht, habe ich mein betriebs- und finanzwirtschaftliches Wissen auf Vordermann gebracht und erweitert. Meine ersten Versuche mit einem Musterdepot (und wie man aus einem Euro mehr als einen Euro machen kann) sind ermutigend – Erfolgserlebnis!

6. „Auf den Schirm!“

Wieviel Spass mir die Digitalisierung der Kommunikation mit Skype, Zoom, Videobotschaften etc. macht, habe ich ja schon im Mai beschrieben (Link: Anfangen, Spaß haben und akzeptieren, dass nicht immer alles gleich glatt geht!) Ohne die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hätte das vielleicht noch etwas länger gedauert. Inzwischen läuft es gut, ob KKE, ISS, MMeV oder privat – Erfolgserlebnis!

Fazit:

Und was brauchen wir, damit solche Erfolgserlebnisse möglich werden? Ja genau, die üblichen Verdächtigen: BxFxM.
B wie Bereitschaft: zum Ausprobieren und Lernen. Manchmal mit kleinem „Schubs“, um in die Pötte zu kommen.
F wie Fähigkeiten: Nur die Übung macht den Meister, also anfangen und akzeptieren, dass nicht immer alles (gleich) klappt.
M wie Möglichkeiten: Zeit zum Beispiel. Oder Material (für upcycling zum Beispiel, wo es auch nicht schlimm ist, wenn was daneben geht). Und Anleitungen – es gibt ja fast nichts, für das es keine Videoanleitung gibt! Und Tante Google weiß alles.

Ob ich das alles auch in „normalen“ Zeiten ausprobiert und gelernt hätte? Wohl nicht, schon gar nicht so komprimiert und vielfältig. Neben den Erfolgserlebnissen und handfesten Ergebnissen ist als Ergebnis auch meine Wertschätzung für bestimmte Berufe und Tätigkeiten noch mehr gewachsen: Wer mal selbst (handwerklich) Neuland betreten hat, weiß auf einmal zu schätzen, wieviel Erfahrung und Können für gute und schnelle Ergebnisse erforderlich sind. Daher heißt es ja auch „die KUNST der Fuge“…

Corona wird ja leider noch eine Zeit lang unser Leben begleiten. Um die Chancen zu nutzen, die auch darin stecken, möchte ich mich Churchill anschließen:

„Never waste a good crisis!“

(Winston Churchill)

Corona-Empfehlungen aus dem Nikolaus-Sack:
Backe eine Lösung, kappe den Wildwuchs, mache gute Handarbeit und sei nachhaltig. Dabei achte auf’s Geld und nutze digitale Vernetzung!

Ich wünsche Euch einen schönen, inspirierenden Nikolaus-Tag!

Anfangen, Spaß haben und akzeptieren, dass nicht alles gleich glatt geht!

Ja, wir leben immer noch mitten in einer „Corona-Krise“. Und das ist auch kein Spaß. Homeoffice statt Kundenkontakt, denn intensive Begegnungen (z.B. in meinem Fall erlebnisorientierte Teamentwicklungs-Workshops mit outdoor-Aktivitäten und die Arbeit in und mit größeren Gruppen) sind zurzeit weder möglich noch nachgefragt.

Aber ich hatte dennoch in den letzten Tagen eine Menge Spaß im Homeoffice! (= Selbstmotivation)

Und zwar beim Lernen! Und obwohl nicht gleich alles geklappt hat! Ausgangspunkt war eine kleine Technik-Anschaffung: eine neue Webcam für Videotelefonie, Webinare, Gruppenchats. Angeschlossen, ausprobiert – läuft. Etwas komplexer war dann die Einarbeitung in ein bestimmtes Programm für Videokonferenzen, mit dem ich die Kamera benutzen will. Es war schon etwas trocken, mich durch die ganzen Einstellungen zu arbeiten – aber nur, bis ich die Funktion „virtueller Hintergrund“ entdeckt hatte. Auf einmal konnte ich vom (virtuellen) Strand aus senden (inclusive Meeresrauschen und Palmengewedel), aus dem Orbit im All – und sogar eigene Videohintergründe sind möglich! Und das geht nicht nur bei Livevideos und Chats, auch die reine Videoaufzeichnung damit ist möglich. Ein Angebot, das mich als technikaffinen Menschen begeistert und zum Weitermachen motiviert.

Der Anfang ist improvisiert

Damit die KI (Künstliche Intelligenz) mich gut vom „etwas“ chaotischen Hintergrund im Büro unterscheiden kann, meine Konturen sauber ausschneidet und dann auf den virtuellen Hintergrund projiziert, hatte ich zunächst ein einfarbiges Bettlaken aufgehängt. Inzwischen hängt dort ein „Greenscreen“ – eine grüne Plane aus dem Baumarkt. Es muss ja nicht immer gleich Hightech sein, zu Beginn reicht eine gute Improvisation. Und wenn ich dann ausgetestet und entschieden habe, in welchem Umfang und mit welchen Anwendungen ich damit weitermache, kann ich immer noch in eine professionellere Ausstattung investieren.

Pannen passieren: Wenn z.B. mitten in der Aufzeichnung jemand hinter mir lang läuft, tauchen ein paar geisterhafte, zusätzliche Beine in der Szene auf. Auch lebhafte eigene Handbewegungen können schnell zu faszinierenden Einblicken ins Homeoffice führen. Das gehört zum Lernen dazu und ist Ansporn zum Besseren.

Aber bitte mit Space-Station!

Beim ISS (Institut für Systementwicklung und Systemsteuerung) soll natürlich die ISS (International Space Station) mit im Bild sein. Die Analogie liegt ja auf der Hand: Wir vom ISS verstehen uns als Raumstation für die weitere Reise – ein Raum für gemeinsame Arbeit, Station und Ausrüstung für den besten Weg zum Ziel, welches auch immer es individuell sein mag.

Ein passender Bildhintergrund war schnell gefunden, nicht ganz so schnell noch mit animierter ISS und Vollmond versehen, aber mit viel Spaß und Ausprobieren ist so spielerisch ein weiterer Kurzfilm für das ISS entstanden. Die Produktionszeit haben wir durch die „Spielerei“ mindestens halbiert, den Spaß verdoppelt.

ISS-Neuigkeiten und Knowhow gibt es zukünftig häufiger als kurzes Video. Wir laden Euch (virtuell) auf unsere ISS ein zur gesunden Entwicklung

auch und gerade in Corona-Zeiten.

Hier geht es zum ISS-Kanal „ISS Glathe“ auf youtube!

Meine wichtigsten Erkenntnisse dabei: Mit Spaß geht alles leichter! Und unser Grundsatz „anfangen und akzeptieren, dass nicht alles (gleich) klappt!“ hat sich wiederum bewährt.

Nun wünschen wir Euch viel Spaß dabei, selbst mal wieder etwas Neues auszuprobieren und dabei Neues zu lernen!

Kleines Glück in herausfordernden Zeiten!

Heute – am 20. März – ist „Welttag des Glücks“.

Puuuhhh – das fühlt sich gerade nicht so an – die Corona-Krise betrifft uns alle, trifft uns alle und einige von uns sterben vielleicht daran, verlieren liebe Menschen dadurch oder werden in ihrer wirtschaftlichen Existenz erschüttert.

  • Was könnte uns also heute Glück bringen?
  • Geht das überhaupt?
  • Ist es erlaubt, an solchen Tagen von Krise und Verzweiflung „Glück“ zu empfinden?

Meine Antwort: JA!

Für mich sind zum Beispiel Kaffee und ein Ei zum Frühstück das tägliche kleine Glück, ein guter Ausgangspunkt für den Start in einen neuen, herausfordernden, manchmal auch überfordernden Tag.

Meine Möglichkeit, gut zu beginnen, kurz zu entspannen, Energie zu tanken, die ich für das Leben brauchen werde in den nächsten Stunden, Tagen, …. HALT!

Zum „kleinen Glück“ gehört auch, dabei nicht schon wieder die nächsten Aufgaben und Probleme vorauszudenken. Planung und Vorbereitung ja, aber auch Konzentration auf das Genießen des glücklichen Moments. Gestern ist vorbei, Morgen noch unterwegs, Heute und Jetzt die einzige Zeit, in der wir glücklich sein können. Auch eine (Kaffee-) Pause kann ein kleines Glück in diesem Sinne sein.

Ich wünsche uns allen, dass wir heute, am Tag des Glücks, so achtsam und aufmerksam sind, dass wir unser individuelles „kleines Glück“ einfangen und genießen können!

Alles im Griff?

Keiner weiß genau, was 2020 bringen wird.

Die Glaskugel mag uns zwar Schönes zeigen, aber ein Blick allein bringt noch keine weitreichende Klarheit.

Die Startphase ist die Basis.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, konkrete und realistische Jahresziele aufzustellen – weniger ist mehr! – und eine Planung zu machen, mit welchen Bereitschaften, Fähigkeiten und Möglichkeiten wir konkrete Schritte machen können, um diese Ziele zu erreichen; Schritt für Schritt.

Realistisch bleiben.

Wir sollten uns nicht zu viel vornehmen – lieber realistisch bleiben als enttäuscht aufgeben zu müssen, wenn die Luftschlösser verwehen und die aufgestellten Ansprüche uns quälen. Aber wenn wir ein Ziel erreicht haben, auch wenn es „klein“ sein mag, dürfen wir uns über diesen Erfolg freuen – und uns mit neuer Kraft ein neues vornehmen. Das spornt an und macht Lust auf’s „dranbleiben“!

Mit Herz und Verstand.

Und unsere Planung darf sich nicht nur auf berufliche Ziele beziehen – wir brauchen auch persönliche Ziele und Aktivitäten für uns selbst und gemeinsam mit unseren Lieben. Planen wir diese Freizeit jetzt aktiv für uns ein, damit es dann im Laufe des Jahres nicht zu eng wird für diejenigen, die uns am Herzen liegen.

80% des Erfolges beruhen auf guter und realistischer Planung und Vorbereitung. Nur 20% passieren durch Zufall im Laufe des Prozesses.

So haben wir vielleicht nicht „alles“ im Griff, aber doch eine gute Jahresstartbasis für uns und unsere Lieben geschaffen.

Am Ende des Regenbogens…

… findest Du einen Topf aus Gold!

Dieses nette Märchen hat mich als Kind fasziniert und so habe ich mich manches Mal nach einem Gewitterschauer mit dem Fahrrad aufgemacht, um das Ende des Regenbogens – und den Schatz – zu finden. Das hat natürlich nicht geklappt: Der Regenbogen hat nicht so lange gehalten, um sein Ende zu erreichen, aber aufregend war die Suche trotzdem.

Heute kann mein erwachsenes Selbst die physikalischen Aspekte des Regenbogens erklären, aber seine Faszination kann ich nicht mit Formeln fassen.

Und gerade jetzt in der Weihnachtszeit und mit dem Blick auf den Jahreswechsel kann es wieder so sein, wenn wir es zulassen: Ein klein wenig (kindliche) Faszination – vielleicht über die ersten tanzenden Schneeflocken in einer kalten Winternacht, über den warmen Kerzenschein und die flackernden Schatten an der Wand, oder über das Geheimnisvolle und Unergründliche, das sich auch im Fortschreiten der Zeit ausdrückt. Dies ist Nahrung für die Seele und gut für unsere gesunde Entwicklung in der Zukunft.

Ein Jahr ist fast vorbei, eine weitere Etappe erreicht. Was haben wir daraus gemacht, was war gut, woraus können wir lernen? Welche Einsichten und Erfahrungen nehmen wir auf die weitere Reise mit? Dieses Innehalten, sich besinnen, Bilanz ziehen und reflektieren ist auch ein Teil unserer (Lebens-) Reise, bevor es dann mit oder ohne Planung weiter geht. Faszination für das neue Jahr sollte aber dabei sein.

Mögest Du einen (inneren) Schatz dabei entdecken!

In diesem Sinne: eine „besinnliche“ Weihnachtszeit und ein gesundes, glückliches neues Jahr!

Susan & Bernd Glathe, ISS

Bin ich ein „Herdentier“?

Jetzt ziehen sie wieder – Wildgänse flüchten vor dem Weihnachtsfest, Singvögel vor der Kälte. Viele Tiere sind gemeinsam unterwegs, ob in den Süden oder als Schwarm im Ozean: Das Kollektiv verspricht Schutz und Orientierung. Auch in sozialen Netzen bilden sich Meinungen und Follower. Und das oft schneller, als z.B. ein Vogelschwarm sich zum gemeinsamen Flug formiert.

Wie steht es um uns? Schwimmen wir zusammen mit dem Strom, laufen wir mit der Gruppe?

Oder sind wir allein unterwegs, vielleicht sogar in eine ganz andere Richtung? Oder wir sind aktuell nicht unterwegs, weil wir genau dort für uns richtig sind, wo wir jetzt stehen (daher das Wort „Standpunkt“!).

Es gibt keine allgemeingültig richtige Antwort auf die Frage, ob wir mit dem „Schwarm“ ziehen sollen. Wichtig ist dagegen, sich diese Frage zu stellen, damit wir nicht automatisch zum „Mitläufer“ werden. Der Mainstream der Meinungen und Bewegungen muss ja nicht automatisch (für uns) passend sein; nur weil viele in die selbe Richtung laufen oder die selbe Meinung unterstützen, muss dies ja nicht richtig sein. Allerdings kann es auch anstrengend werden, die eigene Meinung erstmal zu entwickeln und sich dann auch noch mit Wort und Tat daran zu orientieren. Besonders dann, wenn die Meinungen der „anderen“ (in ihrer Filterblase) davon abweichen. Mir hilft es dann, auf meine innere Stimme zu hören und mich zu fragen: Passt die Richtung zu mir? Zu meinen Werten und Überzeugungen, wofür ich stehe (= Standpunkt)?

Authentisch sein bringt langfristig den Erfolg!